Tag 2: 15.04.2013 31,7 von 2186 Meilen

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Tag 2: 31,7 von 2186 Meilen

Ich habe sehr gut geschlafen, obwohl es die ganze Nacht geregnet hat. So musste ich also das Zelt nass einpacken. Zum Essen hatte ich nur noch Wasser für mein Müsli mit M&Ms sowie Trockenmilch.

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TB ist heute ohne ein Wort zu sagen losgelaufen. Scheinbar macht man das so in Amerika. Um 7.30 Uhr bin ich dann aufgebrochen, und um 12.00 Uhr am Woody Gab angekommen. Das Wasser hier schmeckt  fantastisch – oder liegt das an meinen Tropfen, die ich zur Reinigung meinem Wasser zufüge? Nach 8 Meilen habe ich TBNY wieder eingeholt. Sie rief mir auch gleich wieder zu und wollte wissen, wie es mir geht. Ich bin nach kurzen Schnacken gleich weiter gegangen. Sie war auch lange nicht mehr so schnell wie zu Beginn. Jetzt habe ich in Woody Gap gegessen. Und jetzt ratet mal, wer neben mir sitzt? Hier am Parkplatz treffe ich auf Norbert und Frank aus Berlin. Mit Norbert hatte ich schon voher per Mail Kontakt. Nun ratet mal woran die mich erkannt haben? “Grün weiß” ist die Haselnuss. Ich hoffe in 4 Stunden in Neels Gab zu sein.

Doch der Schweiß brennt mir in den Augen. Um 17.55 Uhr habe ich Blood Mountain erreicht. 19.40 bin ich erst in Neels Gab angekommen. Es war leider schon zu spät, um zu campen, also habe ich mit Norbert und Frank eine Cabin genommen. Ich bin sehr enttäuscht, denn hier wollte ich eigentlich Hamburger und Pommes essen, statt dessen gab es nur Tiefkühlpizza. Ich bin total kaputt. Ich glaube, morgen muss es ruhiger werden.

Der Sage nach sollen in Neels Gab 20% der Hiker aufgeben. Ich habe mich für das Weiterlaufen entschieden. Morgen kann ich dann geduscht aufbrechen.

Tag 1: 14.04.2013 12,3 von 2186 Meilen

Tag 1: 12,3 von 2186 Meilen 

Nun fängt auch noch alles mit einer Lüge an. Beim Frühstück fragt uns Yoshua, wer denn den Approach Trail geht, und ich  habe als einziger meine Hand gehoben, die ich dann aber ganz langsam wieder herunter nahm. Der Approach Trail ist der Zubringer zum Appalachian Trail. Er ist 8,8 Meilen lang und zählt zum Appalachian Trail noch nicht mit dazu. Ich glaube die Deutschen, die ich kenne, sind ihn alle gelaufen.  Ich wurde  zusammen mit den anderen zum Parkplatz am Springer Mountain gebracht. Es war im ersten Moment schon ein komisches Gefühl, das Vorgehabte (wirklich alles zu laufen) geändert zu haben. Auf dem Weg dorthin erfüllte mir der Fahrer den Wunsch meine CD abzuspielen:
Xavier Naidoo:                                                                                                                          – Dieser Weg wird kein leichter sein,                                                                                       – dieser Weg ist steinig und schwer.                                                                                         – Manche treten dich, manche lieben dich, manche geben sich für dich auf.                         – Nicht mit vielen wirst Du Dir einig sein,                                                                                  – doch dieses Leben bietet so viel mehr!                                                                            Dann hat man mich zu meinem Ausgangspunkt gebracht. Wir gingen  noch eine Meile zurück und waren  gegen 11.00 Uhr am Springer MT.

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Die zwei anderen, mit denen ich losging, waren mir viel zu langsam. Die wollten nur 7 Meilen schaffen, aber 15 Meilen sollten es für mich schon sein. Heute Nachmittag hat es 4 Stunden geregnet. Seit zwei Stunden laufe ich zusammen mit “TBNY”. In zwei Wochen wird sie mir verraten, was das bedeutet. TBNY läuft in ihren Badelatschen ohne Socken und das alles andere als langsam.

Ich habe heute im Cooper Camp gezeltet..

 

Tag 0: 13.4.2013 0 von 2186 Meilen

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Es ist 7.30 Ortszeit in Atlanta / Georgia. Ich bin am Hikerhotel angekommen und habe mir gleich den Luxus eines Einzelzimmers gegönnt. Auch die nächsten Nächte werde ich allein verbringen, was in meinem Einmannzelt in der Wildnis aber sicher alles andere als ein Luxus sein dürfte. Zuhause , in Bremen, glaubte ich wirklich, an alles gedacht zu haben und musste dann in Paris feststellen, dass meine Armbanduhr, die ich normaler Weise nicht trage, noch immer die Winterzeit anzeigte.
Morgen um 8.30 Uhr werde ich aufbrechen und mit mir noch 13 weitere Hiker.
Mein Rucksack ist nun mit den Essenvorräten für die nächsten Tage gefüllt. Wenn ich bisher schon annahm, dass der schwer ist – jetzt habe ich ihm den Rest gegeben.
So, nun noch eben schlafen und dann geht es los in mein Abenteuer auf 3518 km (2186 Meilen). Wenn ihr wollt, dann könnt ihr mich hier in den nächsten137 Tagen auf meiner Wanderung begleiten.