Tag 86: 08.07.2013 1377,8 von 2186 Meilen

Die Nacht da oben auf dem Kamm ist es doch noch ganz schön windig geworden. Ich konnte die Heringe gestern aber ordentlich in den Boden hauen. Da kann nichts passieren. Kurzes trockenes Frühstück. Als ich eigentlich alles eingepackt habe, finde ich die faltbare Plastikflasche. Darin ist ca. noch ein drittel Liter Wasser. Meine eiserne Reserve trinke ich sogleich auf ex aus. Auf geht`s. Nach ungefähr einer Stunde komme ich an einem Loch mit Wasser vorbei. Sieht eigentlich nicht so gut aus. Eine Probe zeigt aber, dass es nicht nur klar sondern auch noch schön kalt ist. Also stand einem zweiten Frühstück nichts mehr im Wege. Die Moskitos sind der blanke Terror. Nicht einmal sein Geschäft kann man hier ungestört verrichten. Am Shelter bin ich um 12:00 Uhr alleine. Nach dem Essen haue ich mich noch ne Stunde auf mein Ohr. Um 14:00 Uhr mache ich mich auf zu einem Wasserfall. Hab den ganzen Tag noch keinen Hiker gesehen, also wird wohl auch jetzt keiner kommen. Obwohl wir hier in Amerika sind. Ab, im Adamskostüm ins Wasser. Kommt in dem Moment natürlich doch ein Spaziergänger vorbei. Den scheint es aber nicht zu stören. Später bekomme ich doch noch einmal einen Bären zu gesicht. Ich kann ihn auch eine ganze Weile beobachten. Als mein Phone dann beim Knippsen sein Geräusch macht, läuft er davon. Mit Wasser habe ich heute keine Probleme. Ich finde sogar noch Kühlboxen mit Wasser im Wald, die ich gar nicht benötige. In einer Box bietet einer sogar privat seine Dienste als Trail-Angel an. Eine Hikerin, die mich überholt, hat sich die Visitenkarte mitgenommen. Ich wollte eigentlich im Wald schlafen und hatte die Karte gar nicht gelesen. Als ich an der Straße ankomme, fährt gerade der Wagen vor. Ehrlich gesagt, hatte ich gar nicht richtig verstanden was hier abgeht. Ich fahre jedenfalls mit. Kurze Zeit später hat jeder von uns bei dem Typen ein Einzelzimmer. Frische Handtücher, Bettbezuege und ein geliehene frische Klamotten. Nach dem Duschen gibt es frischen Salat. Ich bekomme ein großes Steak gebraten und haue mir den Bauch noch mit Spagetti voll. Das sind Geschichten, die kann man hier nur auf dem Trail erlebt. Danach verkrieche ich mich auf mein Zimmer mit “open Wifi” und schreibe mein Tagebuch. Ach ja. John & Susan können sich noch daran erinnern, dass Socks letztes Jahr auch hier war.

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